Biosecurity Measures
Feststellung des Varroabefalls während der Imkereisaison
Eine Einschätzung über den Befallsstatus ist wichtig, um Behandlungsmaßnahmen und imkerliche Eingriffe zu planen.
Dabei gibt es verschiedene Überwachungsmethoden, jede mit ihren Vor- und Nachteilen.
Die Puderzuckermethode als bienenschonende Methode zur Beurteilung des Varroabefalls. Dabei werden ca 50 g Bienen mit 5 El Staubzucker in einen Behälter geben und leicht schütteln. Die Milben verlieren den Halt und können im Staubzucker gezählt werden.
Die Waschmethode: Dabei wird eine ca 30 g Bienenprobe entnommen und diese mit Seifenwasser über einen Sieb ausgewaschen. Eine Anwendung ist erst im Juni sinnvoll, da bis zu diesem Zeitpunkt die meisten Milben auf der Brut zu finden sind.
Der natürliche Milbenabfall mit Hilfe einer Stockwindel, die auf das Bodenbrett gelegt wird. Gezählt wir der natürliche Abfall. Die Stockwindel sollte dabei 5 bis 7 Tage eingelegt werden.



Beurteilung des Brutbefalls über das Öffnen der Drohnenbrut als Ergänzung zum natürlichen Milbenabfall. Zuverlässige Aussagen sind erst ab ca 200 geöffnete Drohnenzellen möglich.
Beurteilung des Brutbefalls über das Öffnen der Arbeiterinnenbrut: sollte nur bei deutlichem Schadbild (verkrüppelte Flügel) durchgeführt werden.
Indirektes Varroamonitoring durch regelmäßige Bestimmung der Virenlast ist ebenfalls eine gute Methode, da es eine wechselseitige Beziehung zwischen dem Befallsgrad von Varroa destructor und bestimmten Viruserkrankungen (v. a. DWV, ABPV, SBV) gibt. Die Varroa-Milbe dient dabei als Virusreservoir und Überträger dieser Viren.
Lieber Matthias,
Die Zulassung eines Produktes setzen wir nicht gleich der wissenschaftlichen Validierung – diese ist momentan in Gange (nach dem Motto – verkaufen kann ich eh alles, aber obs hilft oder eine gute fachliche Praxis ist, lässt sich dadurch noch nicht abschätzen). Aber wir sehen natürlich das Potential und updaten die Praxis, sobald die wissenschaftliche Validierung abgeschlossen ist.
LG
Liebe Krissy,
Wir sind heuer in einem 4-phasigen Versuchsprogramm der VetMed, wo der Virentester im Einsatz ist. Meines Wissens ist das auch schon zugelassen. Insofern dürfte es bei der Wirksamkeit eigentlich keine offenen Fragen geben.
Liebe Anita, danke für dein Feedback. Du hast recht! Indirektes Varroamonitoring mit Bestimmung der Virenlast ist sicherlich sinnvoll. Aber so weit wir wissen ist die Wirksamkeit von Viren-Schnelltests noch nicht gut genug untersucht um sie hier innerhalb der Praxis zu bewerben.
LG B-THENET CENTER AUSTRIA
FASTest ® BEE 3T der Schnelltest gegen drei varroa-assoziierte Bienenviren (DWV, ABPV und SBV) soll das indirekte Varroamonitoring über die Viruslast ermöglichen, als Unterstützung natürlich zum direkten Monitoring. Damit soll Imkerinnen und Imkern die Möglichkeit gegeben werden, auf Basis eines objektiven Testergebnisses (welches einfach und relativ kostengünstig durchzuführen ist) Entscheidungen für etwaige Behandlungen/Kontrollen zu treffen.
Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass es eine wechselseitige Beziehung zwischen dem Befallsgrad von Varroa destructor (parasitäre Varroa-Milbe) und bestimmten Viruserkrankungen (v. a. DWV, ABPV, SBV) gibt. Die Varroa-Milbe dient dabei als Virusreservoir und Überträger dieser Viren. Diese fatale Kombination gilt als Hauptursache von
Winterverlusten! Hierbei zeigt DWV den besten Zusammenhang zwischen der Höhe des Varroa-Befalls und der Viruslast.
Zur Einschätzung und Eindämmung dieser Winterverluste stellt der direkte Virennachweis vor Ort mittels FASTest ® BEE 3T für den Imker ein schnelles und einfaches Diagnostikwerkzeug dar. Im positiven Falle, egal welcher Virustest positiv ist, sollte die Varroa-Bekämpfungsstrategie (Varroa-Status) des Bienenstocks gemäß den Richtlinien
des jeweiligen Landes überprüft werden.
https://www.megacor.at/useruploads/files/fastest_bee3t_gb_web.pdf